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DIS Förderpreis

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Verleihung des DIS Förderpreises 2005/06

   
Am 11. Mai 2006 hat die Deutsche Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) zum dritten Mal in Folge einen Förderpreis für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der außergerichtlichen Streitbeilegung verliehen. Gewinner des diesjährigen ersten Preises sind Prof. Dr. Dennis Solomon (Universität Tübingen) und Dr. István Varga (Verfassungsgericht der Republik Ungarn).


Im Rahmen eines festlichen Abendessens im Restaurant "Alte Pumpe" in Berlin prämierte die vom DIS Vorstand eingesetzte Jury die beiden Arbeiten mit jeweils 3.000 Euro. Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Reinhold Geimer, RA und Notar Jens-Peter Lachmann und Prof. Dr. Rolf-A. Schütze, bescheinigte beiden Arbeiten eine hohe wissenschaftliche und praktische Relevanz.

Dabei überzeugt Solomons Habilitation über "Die Verbindlichkeit von Schiedssprüchen in der internationalen Schiedsgerichtsbarkeit" insbesondere durch ein hohes Maß an Präzision. Sein Thema, das sich unter anderem mit der Anerkennung von Schiedssprüchen, die in ihren Ursprungsstaaten aufgehoben wurden und Aufhebungsentscheidungen staatlicher Gerichte befasst, hatte in den letzten Jahren im In- und Ausland für Aufsehen gesorgt.


(von li.: RA u. Notar Jens-Peter Lachmann, Dr. Petra Zobel, Prof. Dr. Denis Solomon )


Nicht weniger beeindruckte die Jury Vargas rechtsvergleichende Dissertation zum Thema der "Beweiserhebung in transatlantischen Schiedsverfahren", der es gelingt, die rechtskulturellen Unterschiede zwischen Common-Law und Civil-Law-Ländern in Fragen der Beweiserhebung souverän darzustellen. Die Jury ist der Auffassung, der größte Verdienst der Arbeit liege darin, dass sie plausible Vorschläge für Konfliktlösungen und Kompromissen zwischen den beiden grundverschiedenen Systemen präsentiere.


(Prof. Dr. Karl-Heinz Böckstiegel (Vorstandsvorsitzender der DIS), RAin Isabel Mulder (DIS) und RA u. Notar Jens-Peter Lachmann mit den Preisträgern und weiteren Teilnehmern des Förderpreis-Wettbewerbs)

Die weiteren Preisträger (jeweils zweiter Preis in Höhe von 2.000 Euro) sind Dr. David Quinke (Universität Bonn) für seine Dissertation "Börsenschiedsvereinbarungen und prozessualer Anlegerschutz" und Dr. Petra Zobel (Universität Greifswald) für ihre Dissertation "Schiedsgerichtsbarkeit und Gemeinschaftsrecht - Integration und Exklusion".

Der DIS lagen siebzehn Forschungsarbeiten vor, bei denen es sich überwiegend um Dissertationen handelt. Die Themen der abgegebenen Arbeiten decken das gesamte Spektrum aktueller Fragen zur nationalen und internationalen Streiterledigung ab. Die vollständige Liste der eingereichten Arbeiten finden Sie hier.


Der DIS-Förderpreis wird auch künftig in regelmäßigen Abständen verliehen. Bewerbungsschluss für den Förderpreis 2007/08 ist der 30. Juni 2007. Nähere Information über den Förderpreis können Sie hier einsehen.

 
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